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Defekte Musikdateien aufspüren

Wie man Aussetzer, gluckern, blubbern oder sogar komplette Abbrüche der Wiedergabe findet

Wer kennt das nicht: Mitten in der schönsten Stelle des Lieblingslieds knackst es auf einmal, oder die Wiedergabe blubbert und gluckert als hätte jemand "Verdauungsprobleme". Ursache sind Fehler beim Konvertieren in das entsprechende Format (meistens wohl MP3).

Gelegentlich findet man auch Musikdateien, in deren Eigenschaften eine Wiedergabelänge von z.B. 10 Minuten steht. Tatsächlich läuft das Lied jedoch nur 4 Minuten und bricht dann einfach ab. Auch hier ist beim Codieren etwas schief gelaufen.

Hier kann AudioExpert bei der Suche unterstützen:
Die Musikdateien werden auf verdächtige Stellen untersucht; mögliche Problemstellen werden dann noch intensiver über eine Fast-Fourier-Transformation analysiert und dann als "Möglicherweise defekt" markiert.

Diesen Suchlauf findet man im Menü "Suchen > Musikdateien mit Fehlern suchen". Der Suchlauf wird derzeit nicht im Hintergrund ausgeführt, daher macht es Sinn, diesen Prozess über Nacht laufen zu lassen. Je nach Rechnerleistung dauert die Analyse eines Titel 1-3 Sekunden; daher kann das Ganze durchaus ein paar Stunden dauern.

Danach markiert AudioExpert die Titel mit möglichen Defekten wie folgt

gelb Potenzielle Gluckser, Blubberer oder Aussetzer

blau Mögliche Probleme mit der Wiedergabe (meist unkritisch)

rot Abbrüche oder Fehler bei der Zeitangabe: Die Angegebene Länge des Titels passt nicht zur tatsächlichen Wiedergabelänge

 

Über das Menü "Ansicht > Zeige nur Titel mit Fehlern" können alle Titel, bei denen nichts gefunden wurde, ausgeblendet werden.

Im unteren Bereich kann man nun auf den Reiter "Analyseergebnis" wechseln. Dort werden die gefundenen Stellen detailliert aufgelistet:

Analyseergebnis

Hier haben Sie nun die Möglichkeit, die jeweilige Stelle abzuspielen und sich einen persönlichen Eindruck von der "Schwere" des Defekts zu machen. AudioExpert spielt hierbei nur den Bereich -1.5 Sekunden bis + 5.5 Sekunde um die angegebene Stelle ab.

Sicherheitshalber kann man über die Schaltfläche "Extern wiedergeben" auch den Windows-Standard-Player für diesen Titel aufrufen und dort noch einmal genauer hinhören.

Man kann auch das Frequenzspektrum der Datei anzeigen lassen. Dort kann man die Defekte manchmal auch mit bloßem Auge erkennen; hier die Stellen des o.g. Liedes bei 1:22 und 3:15 im Zoom (anklicken für größere Version):

Fehlerstellen
(Die "Ausreisser", die bis 22kHz hochschnelle, obwohl die Datei ansonsten keine so hohen Frequenzen aufweist, deuten auf einen Defekt hin)

Hat sich AudioExpert geirrt, kann man über die Schaltfläche "Als OK markieren" diesen Fund aus dem Suchergebnis entfernen.

Hat AudioExpert aber "recht", so hilft wohl nicht viel: Die Datei muss noch einmal neu von einem hochwertigen Ausgangsmaterial konvertiert werden. Versuche, die vorhandene Datei zu reparieren oder noch einmal zu konvertieren, dürften nicht viel bringen: Da die Informationen bei der Komprimierung verloren gegangen sind, lassen diese sich nicht wiederherstellen.

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